Weißabgleich

Weißabgleich in der Fotografie sorgt dafür, dass die Farben in einem Bild möglichst natürlich und realitätsnah erscheinen. Die Kamera passt dabei ihre Farbdarstellung an die Lichtfarbe (Farbtemperatur) der Umgebung an.
Die meisten Kameras bieten einen automatischen Weißabgleich, bei dem die Kamera selbstständig die Farbe des Umgebungslichts misst und entsprechend korrigiert. So werden unerwünschte Farbstiche, die durch unterschiedliche Lichtquellen entstehen können, minimiert.
Neben dem automatischen Modus haben moderne Kameras auch verschiedene Voreinstellungen für den Weißabgleich, die man je nach Aufnahmesituation wählen kann:

  1. Sonnenlicht: für Aufnahmen bei direktem Sonnenlicht
  2. Schatten: für Aufnahmen im Schatten bei sonnigem Wetter
  3. Wolkig: für Aufnahmen bei bedecktem Himmel
  4. Kunstlicht: für Aufnahmen bei Glühlampen oder Halogenlampen
  5. Leuchtstofflampe: für Aufnahmen bei Neonlicht
  6. Blitz: für Aufnahmen mit Blitz
  7. Manuell: hier kann man die Farbtemperatur selbst einstellen

Ich empfehle dir, vor jedem Shooting den richtigen Weißabgleich zu wählen, um eine möglichst natürliche Farbwiedergabe zu erhalten. Wenn du einmal einen falschen Weißabgleich gewählt hast, kannst du den in der digitalen Nachbearbeitung problemlos korrigieren.
Für eine kreative Bildgestaltung kann man den Weißabgleich auch bewusst „falsch“ einstellen, um bestimmte Farbstimmungen zu erzeugen, z.B. einen Blaustich für eine kühle Atmosphäre oder einen Rotstich für ein wärmendes Gefühl.
Meine Erfahrung ist, dass das beste Verständnis und der gezielte Einsatz des Weißabgleichs über Experimetieren erfolgt, was mir immer mehr gestalterische Möglichkeiten bietet.