Cropfaktor

Der Cropfaktor, auch Formatfaktor genannt, beschreibt den Unterschied zwischen der Sensorgröße einer Kamera und dem Kleinbildformat (Vollformat). Er gibt an, um welchen Faktor der Sensor kleiner ist als das Vollformat von 36 mm x 24 mm.
Die Berechnung des Cropfaktors erfolgt durch den Vergleich der Diagonalen des Kamerasensors mit der Diagonale des Kleinbildformats:
Cropfaktor = Diagonale des Kleinbildformats ÷ Diagonale des Kamerasensors
Die Diagonale des Kleinbildformats beträgt immer 43,26 mm (√(36² + 24²)).
Nehmen wir als Beispiel eine Kamera mit einem APS-C-Sensor, der eine Größe von 23,6 mm x 15,7 mm hat. Die Diagonale des Sensors beträgt dann 28,37 mm (√(23,6² + 15,7²)).
Der Cropfaktor für diesen APS-C-Sensor wäre:
43,26 mm ÷ 28,37 mm = 1,52
Das bedeutet, der APS-C-Sensor ist um den Faktor 1,52 kleiner als das Vollformat.

Der Cropfaktor hat praktische Auswirkungen auf die Fotografie:

  1. Brennweite: Ein 50mm-Objektiv an einer APS-C-Kamera hat eine kleinere Bildwirkung als an einer Vollformatkamera. Multipliziert man die Brennweite mit dem Cropfaktor, erhält man die äquivalente Brennweite bezogen auf das Vollformat. Im obigen Beispiel entspricht ein 50mm-Objektiv an der APS-C-Kamera einem 76mm-Objektiv (50 x 1,52) an einer Vollformatkamera.
  2. Schärfentiefe: Kameras mit kleinerem Sensor (größerem Cropfaktor) haben bei gleicher Brennweite und Blende eine größere Schärfentiefe als Vollformatkameras.
  3. Bildrauschen: Größere Sensoren haben in der Regel ein besseres Signal-Rausch-Verhältnis, was zu weniger Bildrauschen bei hohen ISO-Werten führt.

Verbreitete Cropfaktoren sind:

  • APS-C: ca. 1,5 – 1,6
  • Micro Four Thirds: 2,0
  • Kompaktkameras: 5,0 – 6,0